Neues aus der MKW


 

"Wer im Fernsehen stirbt, ist schöner tot":
Gastvortrag von Tina Weber, PhD am 12.04.2011

In Serien wie CSI oder Six Feet Under sind die Toten längst nicht mehr einfach nur tot! Stattdessen wird der Tote zum zentralen Element aktueller Serien. Hier setzt Tina Weber (Name als Link: http://www.tweber.org/index.htm) an und geht in ihrem Gastvortrag der Frage nach: Welche gesellschaftlichen Symptomatiken im Umgang mit dem Tod lassen sich aus den filmischen Inszenierungen von Toten ableiten?

Mit Beginn des 21. Jahrhunderts erschien eine Vielzahl von neuen amerikanischen TV Serien wie CSI oder Six Feet Under, in denen Tote nicht mehr nur als Ausgangspunkt für Ermittlungen betrachtet werden. Insgesamt 12 neue TV-Serien zeichnen sich durch die explizite Fokussierung auf tote Körper aus. Der Tote wird zum Untersuchungsobjekt und rechtsmedizinische Maßnahmen bestimmen die Szenerie. Der Vortrag setzt sich mit neuen Inszenierungsformen toter Körper auseinander und fragt, welche gesellschaftlichen Symptomatiken im Umgang mit dem Tod sich aus den filmischen Inszenierungen von Toten ableiten lassen, wenn diese Inszenierungen sich v.a. durch Ästhetisierung und Zivilisierung des toten Körpers, aber auch durch die Zunahme von Gewalt gegen den toten Körper charakterisieren lassen.

Tina Weber promovierte sich mit diesem Projekt an der TU Berlin. Die Arbeit wurde sowohl in den USA an der University of California, Los Angeles als auch an der TU Berlin betreut. Der Vortrag findet statt im Rahmen der Vorlesung "Audiovisuelle Medien im Spannungsfeld von Produktion, Produkt und Rezeption" von Prof. Dr. Angela Keppler.

Der Vortrag beginnt um 10:15 Uhr in E0 145 – alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

-ap

 

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