Neues aus der MKW






‚Verbrechen und Strafe im Kino’ – Eine Vorlesungsreihe im Museum für Moderne Kunst (FfM)

Ausgangspunkt der Reihe bildet die Feststellung, dass die häufigste oder zumindest am meisten erwartete Reaktion auf die gewaltförmige Verletzung des Gesetzes ist: dass einem Verbrechen eine Strafe folgen muss. Die Bestrafung scheint eine unbezweifelbare, selbstverständliche Norm in fast allen Gesellschaften der Vergangenheit und Gegenwart zu sein. Auch wenn sie nicht immer, in manchen Fällen sogar eher selten erfüllt wird, würde ihre Abschaffung massive Ängste und Unsicherheit auslösen. Der Film ist eines der künstlerischen Medien, mit denen sich diese Selbstverständlichkeit anhand einzelner Fälle und Geschichten in Frage stellen oder zumindest zeigen lässt, wie verschlungen, konfliktreich, unsicher, langwierig und widersprüchlich der Weg vom Verbrechen zur Strafe sein kann, und was mit den beteiligten Menschen auf diesem Wege geschieht. Auch wenn am Ende der Filmhandlung der Bösewicht doch noch bekommen sollte, was er verdient, lassen die besseren Filme ihre Zuschauer zumindest nachdenklich zurück. Die hier ausgewählten Filme vermögen dies zu erreichen mit Geschichten über unheimliche oder monströse Verbrecher, über Regierungs- und Kriegsverbrechen sowie über den Zufall, der am Ende eine Bestrafung verhindert.

Veranstalter der Vorlesungsreihe ist der Exzellenzcluster 'Die Herausbildung normativer Ordnungen' mit dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main. Alle Informationen zu der Reihe finden Sie auf der Seite von Angela Keppler oder hier.

Zum Flyer geht es hier.

(ap, 30.3.2015)

 

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