Neues aus der MKW


Menschenbilder

 

MKW-Professor Jens Eder veranstaltet Tagung zu Menschenbildern in der Populärkultur an der Uni Wien

Welche Menschenbilder werden in Produkten populärer Kultur konstruiert und idealisiert? Mit dieser übergeordneten Fragestellung beschäftigte sich eine interdisziplinäre Tagung, die MKW-Professor Jens Eder – gemeinsam mit seinen Kollegen Joseph Imorde (Uni Siegen) und Stefan Zahlmann (Uni Wien) – an der Universität Wien organisierte.

Die gegenwärtige Populärkultur zeichnet sich durch einen Pluralismus von Menschenbildern aus, die oft bestimmten Interessen folgen und zu Konflikten führen. Das 'anthropologische Wissen' sozialer Gruppen und Milieus, ihre unterschiedlichen Vorstellungen über 'Natur' oder 'Wesen' des Menschen manifestieren sich in einer Vielfalt populärer Kulturproduktionen und werden wiederum durch diese beeinflusst – durch Film, Fernsehen, Fotografie, populäre Kunst und Musik, Architektur, Trivialliteratur, Journalismus, Werbung, Parteiprogramme und Predigten,
Design und Konsumgegenstände. Das wesentliche Ziel der Tagung bestand in der Rekonstruktion historisch, soziokulturell und medial spezifischer Entwürfe und Ideale des Menschen innerhalb der Populärkultur. Es sollte besonders darum gehen, einen interdisziplinären Dialog zu etablieren. Um diesen nachhaltig zu befördern, brachte die Tagung verschiedene Forschungsansätze miteinander in Verbindung, in denen sich je spezifische 'Anthropologien' ausgebildet haben, etwa Ansätze aus der Medien-, Bild-, Kunst und Literaturwissenschaft, aus der Kulturgeschichte, Kulturphilosophie und Wissenssoziologie.

Die Tagung fand vom 29.03.12 bis 31.03.12 an der Universität Wien statt. Weitere Informationen zum Programm können Sie der Tagungswebsite entnehmen.

link.jpg   Tagungswebsite

- ma, mit Material der Veranstalter (29.03.12);
Grafik: menschenbild.org

 

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