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(Un)Sichtbarkeiten: Hitchcocks visuelle Verfahren des Erscheinens und Verschwindens – Gastvortrag am 27.09.

Die Filmwissenschaftlerin Prof. Dr. Lisa Gotto ist am Dienstag, den 27.09.2011, zu Gast im Hauptseminar "Alfred Hitchcock: Dramaturgischer Suspense und theoretischer Thrill" von Prof. Dr. Angela Keppler und Prof. Dr. Jochen Hörisch. Sie wird über einen Meilenstein der Filmgeschichte sprechen – Orson Welles soll ihn bis zu elf Mal gesehen haben! The Lady Vanishes heißt dieser Film von Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1938 – genau wie der berühmte Trick des Illusionisten Jean-Eugène Robert-Houdin.

Anders als der Theatermagier hat es der Filmzauberer jedoch mit einem Apparat zu tun, dessen Techniken nicht auf eine Bühnensituation beschränkt bleiben. Bei Hitchcock geht es nicht nur um Überwältigung, sondern um spezifisch kinematographische Bedingungen und Möglichkeiten, etwas zum Erscheinen und zum Verschwinden zu bringen. Eben jene will der Vortrag als visuelle Verfahren in den Blick nehmen. Im Vordergrund stehen dabei filmische Täuschungsmanöver, die etwas sichtbar machen, sich selbst und ihre Beteiligung an dieser Operation jedoch zunehmend unsichtbar werden lassen.

Prof. Dr. Angela Keppler und Prof. Dr. Jochen Hörisch laden Sie herzlich zu diesem Gastvortrag am Dienstag, den 27.09.2011, um 14:30 Uhr in EO 157 ein.

-ap

 

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