Neues aus der MKW






Schlaflos in Seattle: MKW mit 14 Vorträgen auf der ICA-Jahreskonferenz 2014 vertreten

Die Mannheimer Medien- und Kommunikationswissenschaft wird auf der diesjährigen Jahreskonferenz der International Communication Association (ICA) mit insgesamt 14 Vorträgen vertreten sein. Die international bedeutendste Konferenz im Bereich der Kommunikations- und Medienwissenschaft wird vom 22. bis 26. Mai in Seattle stattfinden und wird vom Mannheimer MKWler und kommenden ICA-Präsidenten Prof. Dr. Vorderer ausgerichtet.

Die Mannheimer MKW-Beiträge im Einzelnen:

Dr. Dorothée Hefner wird gemeinsam mit Dr. Denise Sommer (Universität Leipzig) in ihrem Vortrag "(Not) Learning from political conversation? Insights from a social interaction perspective" der Frage nachgehen, ob und wie Wissensbildung im Gespräch stattfindet und wie man dieser Frage empirisch begegnen kann. 

Prof. Dr. Matthias Kohring und Sevda Arslan haben das Panel "Trust and credibility on the Internet“ organisiert, in dem theoretische Konzepte diskutiert und empirische Studien vorgestellt werden. Sie präsentieren in diesem Rahmen auch ihre eigene Forschung zu "Reasons to trust anonymous reviewers on physician rating sites."  

Nicola Krömer hat das Panel "Mobile health in an era of being permanently online or not being online at all?" in der Health Communication Division organisiert und ist darin mit einem Beitrag zum Thema "Preconditions for successful mHealth usage - the influence of health literacy on the use of mobile health information" vertreten, der aus ihrer Dissertation stammt.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit hat Charlotte Löb die normativen Öffentlichkeitsvorstellungen von Journalisten und den Zusammenhang mit deren Rollenselbstverständnis untersucht und berichtet darüber in ihrem Vortrag "Normativity and journalism. Assessing journalists’ aspirations of a democratic public sphere and role perceptions empirically."

Das einzige angenommene Panel in der Information Systems Division wurde von Sabine Reich organisiert und trägt den Namen "Applications and theoretical perspectives of construal level theory in media and communication studies". Sie präsentiert darin Studienergebnisse aus ihrer Dissertation in dem Beitrag "Impact of mental construal on storage and evaluation of organ donation messages."

Gemeinsam mit David Schieferdecker (Doktorand im Mannheimer Promotionskolleg "Formations of the Global“) stellt Eike Mark Rinke im Vortrag "Measuring mediated intergroup contact: Using a content list technique to indicate exposure to outgroup characters" ein neues, listenbasiertes Verfahren vor. Darin geht es um die valide Messung des Ausmaßes an durch Medien vermittelten Kontakts von Menschen mit Angehörigen fremder sozialer Gruppen. Der Beitrag zählt zu den vier Top Paper in der der Intergroup Communication Interest Group. Darüber hinaus ist Eike Mark Rinke mit dem Vortrag "The substantive cost of the sound bite: Short utterance durations decrease opinion justification in television news" vertreten. In diesem Beitrag werden die Folgen eines kurzatmigen, hektischen Fernsehjournalismus, in dem statt ausführlicher Wortmeldungen nur kurze O-Ton-Schnipsel ("Sound-Bites") präsentiert werden, für die Qualität Nachrichtenberichterstattung über politische Standpunkte untersucht.

Franziska Roth wird in dem Beitrag "Same same but different - Antecedents and consequences of eudaimonic entertainment in a political format" Ergebnisse aus den ersten beiden Studien ihrer Doktorarbeit präsentieren, in der sie die Self-Determination Theorie auf politische Talkshows anwendet. Außerdem berichten Franziska Roth, Carina Weinmann, Dr. Frank Schneider, der MKW-Bachelor-Student Frederic Hopp und Prof. Dr. Peter Vorderer in ihrem Beitrag "Seriously entertained: Antecedents and consequences of hedonic and eudaimonic entertainment experiences with political talk shows" Ergebnisse aus der deutschlandweiten Telefonbefragung zu politischen Talkshows, die im Rahmen des DFG-Projekt „Politische Talkshows zur Unterhaltung“ durchgeführt wurde.

Frank Schneider ist darüber hinaus mit zwei weiteren Beiträgen vertreten. Prof. Dr. Anne Bartsch (LMU München) und er präsentieren im Vortrag "Entertainment and politics revisited: How non-escapist forms of entertainment can stimulate political interest and information seeking" theoretische Überlegungen und empirische Belege aus zwei Studien zu einem Zwei-Prozess-Modell der politischen Unterhaltung. Außerdem stellt er mit Dr. Ines Vogel, Dr. Uli Gleich (beide Universität Koblenz-Landau) und Anne Bartsch im Beitrag "Evaluating movies: A review and a framework for investigating underlying psychological processes" ein theoretisches Rahmenmodell zur Erforschung von Filmbewertungen vor.

JProf. Dr. Leonard Reinecke (Ex-MKW Mannheim, jetzt Uni Mainz), Peter Vorderer und die MKW-Master-Studentin Katharina Knop gehen in ihrem Vortrag "Permanently entertained or permanently under pressure? Effects of intrinsic and extrinsic need satisfaction on media enjoyment" der Frage nach, welchen Einfluss das gleichzeitige Auftreten von intrinsischer Motivation und sozialem Druck als extrinsische Motivation bei der Nutzung von Facebook auf das Unterhaltungserleben hat.

Carina Weinmann wird im Rahmen der Graduate Student Pre-Conference der Political Communication Division das Konzept für ihre Doktorarbeit zur Verbindung von medienvermittelter Deliberation und Unterhaltung vorstellen und mit anderen PhD-Students aus diesem Forschungsbereich diskutieren.

Antal Wozniak, Julia Lück und Prof. Dr. Hartmut Wessler werden ihre Arbeit "Visual strategies and representations: How journalists and PR professionals co-produce the images of climate change" präsentieren, in welcher sie Vorstellungen von Journalisten und Pressesprecher/innen über effektive Visualisierungen der UN Klimakonferenzen mit Daten einer Inhaltsanalyse von Pressebildern systematisch vergleichen.

Mit dem Abschluss der Konferenz in London tritt Peter Vorderer sein Amt als Präsident der ICA an.


-fs, 23.1.2014

 

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