Neues aus der MKW






TV-Studie von MKW-Wissenschaftlern erscheint im Journal of Communication

In ihrer Studie zeigen Professor Hartmut Wessler und Eike Mark Rinke, dass Fernsehnachrichten in den USA und Deutschland (den etablierten Demokratien) deutlich deliberativer sind als in Russland (einer defekten Demokratie), d.h. dass sie insgesamt mehr unterschiedliche Akteure berücksichtigen und eine höhere Debattenqualität aufweisen. Mit neuen Originaldaten zur Nachrichtenberichterstattung in diesen drei Ländern machen die beiden Mannheimer Forscher zudem deutlich, dass – unabhängig vom Ausstrahlungsland – öffentlich-rechtliche Nachrichtenangebote, unparteiische Sendungen sowie auf Hintergrundberichterstattung spezialisierte Nachrichtenmagazine eine demokratisch wertvollere  Berichterstattung liefern als ihre jeweiligen Gegenstücke. Die deliberativsten Fernsehnachrichten finden sich in der personalisierten Nachrichten-Show „Anderson Cooper“ auf CNN sowie in den ARD-Tagesthemen. In den drei untersuchten Ländern gibt es deutlich erkennbare nationale Nachrichtenkulturen, die aber auch Ausnahmen zulassen. So produziert in Russland der private Sender REN-TV deutlich bessere Nachrichten als die russischen Staatssender.

Der Beitrag „Deliberative performance of television news in three types of democracy: Insights from the United States, Germany, and Russia ” ist soeben online erschienen und kann unter folgendem Link herunter geladen werden: http://dx.doi.org/10.1111/jcom.12115
 
Das Journal of Communication, in dem die Studie erschienen ist, zählt zu den am häufigsten zitierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften in der MKW.


(hw- 17.09.2014)

 

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