Neues aus der MKW


 

Aktuelle Forschung am Seminar für MKW:
Dissertation von Anja Peltzer veröffentlicht
 
Die Dissertation von MKW-Mitarbeiterin Anja Peltzer mit dem Titel „Identität und Spektakel. Der Hollywood-Blockbuster als global erfolgreicher Identitätsanbieter“ (Erscheinungsdatum: 19. Januar 2010, Universitätsverlag Konstanz) untersucht die Identitätsangebote des global erfolgreichen Unterhaltungskinos aus Hollywood. Das Kino interessiert in dieser Arbeit vor allem als Ausdruck und als Stabilisator einer gesellschaftlich etablierten Ordnung und Kultur. So ist Filmanalyse ist immer auch als Gesellschaftsanalyse zu verstehen: Das populäre Kino bietet mit seinen Geschichten und Figuren Weltentwürfe an, die durch ihre Omnipräsenz die Palette der modi operandi westlicher Gegenwartsgesellschaften entscheidend mitgestalten. Blockbuster bieten nicht nur fulminante Spektakel, sondern sie beliefern den Zeichenhaushalt transnationaler öffentlicher Räume mit ihrem Verständnis von moralischen Positionen, politischen Handlungsmustern und von personeller Identität. Aber: Welche Identitätsangebote macht das global erfolgreiche Kino? Wie können sie weltweit funktionieren? Verweisen die Identitätsangebote auf global kompatible Vorstellungsmuster von Identität? Und, unterhalten die Filme in Form einer global kompatiblen Idiomatik? Diese Fragen widmet sich Peltzer in ihrer Untersuchung.

Die Blockbuster Pirates of the Caribbean: At World's End, The Da Vinci Code, Spider-Man 3, Ice Age: The Meltdown, Harry Potter and the Order of the Phoenix und Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest bilden das Sample der komparativ verfahrenden Filmanalyse. Dafür entwickelt Peltzer eine Vorgehensweise, welche quantitative und qualitative Methoden verbindet. Ihr voraus stellt sie eine theoretische Auseinandersetzung mit den zentralen sozialwissenschaftlichen Konzepten zur personellen Identitätskonstruktion sowie dem Verhältnis von Medien, Globalisierung und Identität.

Anja Peltzer promovierte mit dieser Arbeit 2010 bei Angela Keppler. Die Arbeit wurde zudem im Rahmen des Mannheimer Promotionskolleg ‚Formations of the Global: Globalisierung aus kulturwissenschaftlicher Perspektive‘ gefördert.

link.jpg   Die Arbeit bei Amazon

-ap

 

Meldungsarchiv