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Eike Rinke erhält Bojanovsky-Preis 2014

Der Mannheimer Medien- und Kommunikationswissenschaftler Dr. Eike Mark Rinke ist vergangene Woche im Rahmen der Absolventenfeier der Fakultät für Sozialwissenschaften mit dem diesjährigen Publikationspreis der Prof. Dr. Anna und Prof. Dr. Jörg Jiri Bojanovsky-Stiftung ausgezeichnet worden. Die Stiftung prämiert Arbeiten von Mannheimer Nachwuchsforschern im Bereich der empirischen Erforschung gesellschaftlicher, inter-individueller oder kultureller Prozesse.

Eike Rinke erhält die Auszeichnung für die gemeinsam mit Professor Hartmut Wessler, Charlotte Löb und Carina Weinmann erstellte Studie „Deliberative Qualities of Generic News Frames: Assessing the Democratic Value of Strategic Game and Contestation Framing in Election Campaign Coverage“, die im vergangenen Jahr in der renommierten internationalen Fachzeitschrift Political Communication erschienen ist (Volltext).

Der prämierte Aufsatz zeigt, wie zwei wichtige Formen der journalistischen Berichterstattung über Wahlkämpfe – die Darstellung von Politik als strategisches Spiel oder aber als inhaltliche Auseinandersetzung – die Qualität des öffentlichen Diskurses vor einer Wahl beeinflussen. Anhand von Daten aus der TV-Nachrichtenberichterstattung zur Bundestagswahl 2009 zeigt die Studie, wie diese Berichterstattungsmuster einerseits die Inklusivität und Zivilität des Nachrichtendiskurses sowie andererseits die Berichterstattung über substanzielle Begründungen für politische Positionen der konkurrierenden Parteien beeinflussen. Die Studie weist nach, dass die Qualität des medienvermittelten demokratischen Diskurses unter einer journalistischen Darstellung von Politik als ein strategisches Spiel leidet, während eine Darstellung als inhaltliche Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen Positionen der Kandidaten sowohl positive wie auch negative Aspekte aufweist und somit als zwiespältig bewertet werden kann.


(07.07.2014)

 

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