Neues aus der MKW


 

Vier mal "ausgezeichnet" für BA-Abschlussarbeiten am Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft

Ausgezeichnet! Vier BA-Abschlussarbeiten der MKW erhalten den Preis der Stiftung für Kommunikations- und Medienwissenschaften. Die Stiftung fördert durch die Verleihung von Geldpreisen jährlich hervorragende Arbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses. Auch dieses Jahr konnten unter den universitätsweit eingereichten Anwärtern insbesondere wieder die Arbeiten der MKW-Studierenden überzeugen: wir gratulieren Melanie Bischof, Julia Lück, Lennart Fassbeck und Janina Stork!

Melanie Bischof: „Empathie mit Robotern?“ fragte sich Melanie Bischof in ihrer BA-Abschlussarbeit und verfasste eine exemplarische Analyse der audiovisuellen Darstellung von Emotionen bei nichtmenschlichen Animationsfiguren, wie z.B. der Roboter Wall-E und Eve aus dem preisgekrönten Film Wall-E. In dieser Arbeit wurde sowohl untersucht, wie in Animationsfilmen Emotionen dargestellt werden als auch welche Angebote zur Empathie dadurch an den Zuschauer gerichtet werden. Mit ihrer Filmanalyse kann Bischof u.a. zeigen, dass gerade das Zusammenspiel aus der dem Kindchenschema folgenden Figurenzeichnung und den dargestellten Emotionen beim Zuschauer Sympathien für die animierten Charaktere weckt. Die Arbeit entstand am Lehrstuhl von Prof. Dr. Angela Keppler.

Lennart Fassbeck: „Die Melodie des Krieges: Zum Einfluss von Musik im Film auf das Genre am Beispiel des Kriegsfilms“ lautete der Titel der BA-Abschlussarbeit von Lennart Fassbeck, in der er eine innovative und originelle Fragestellung verfolgt. Am Beispiel der Kriegsfilme „Three Kings“ und „Full Metal Jacket“ wird untersucht, wie Musik als filmspezifische Inszenierungsweise Genres erweitern, verändern, in Frage stellen oder bestätigen kann. Auf virtuose Weise kombiniert er Ansätze aus der Musikwissenschaft, der Psychologie und der Medienwissenschaft und setzt diese in Beziehung zueinander. Die interdisziplinäre Ausrichtung des Projekts, sowohl in der theoretischen Konzeption als auch in der methodischen Umsetzung, ist höchst ambitioniert und plausibel zugleich. Die Arbeit entstand am Lehrstuhl von Prof. Dr. Angela Keppler.

Julia Lück: In ihrer Bachelorarbeit untersuchte Julia Lück die Berichterstattung der Tagesschau über den Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan im Zeitverlauf von 2001 bis 2008. Mit einer quantitativen Inhaltsanalyse wurden dafür insgesamt 678 Nachrichtenbeiträge ausgewertet und auf Indexing und Framing hin untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass der Aspekt der zivilen Aufbauhilfe sehr betont und der Einsatz insgesamt stärker als humanitäres denn als militärisches Engagement kommuniziert wurde. Die Arbeit entstand am Lehrstuhl von Prof. Dr. Hartmut Wessler und wurde am 10. April 2010 von Julia Lück auf dem Düsseldorfer Forum Politische Kommunikation (www.dfpk.de) einem wissenschaftlichen Fachpublikum vorgestellt.

Janina Stork hat mit „Die Gewaltdarstellungen in Fernsehnachrichten: Eine vergleichende Analyse der Nachrichtensendungen RTL aktuell und Tagesschau“ eine theoretisch wie empirisch vorbildliche Arbeit verfasst. Die Herleitung des Forschungsinteresses aus dem aktuellen Stand der Forschung überzeugt ebenso wie die methodische Vorgehensweise. In ihrer komparativen Fernsehanalyse kommt Stork zu dem Ergebnis, dass v.a. im Hinblick auf längere Filmberichte ein deutlicher Unterschied im Hinblick auf die Funktion von Gewaltdarstellungen zu beobachten ist. Während bei der Tagesschau die Gewalt oft nur als Aufhänger dient, stellt die Gewalt bei RTL aktuell demgegenüber ein die Berichte dominierendes Element dar. Die Arbeit entstand am Lehrstuhl von Prof. Dr. Angela Keppler.

-ap, Foto: (cc) Flickr, www.lumaxart.com

 

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