Schwerpunktthemen

Themenseminar im HWS 2017; Prof. Dr. Peter Vorderer:
Mediennutzung und Lebenszufriedenheit/Wohlbefinden

Die meisten Menschen verbringen heute einen Großteil ihrer Zeit (auch) mit der Nutzung von (elektronischen) Medien. Während in der Forschung über Jahrzehnte vor allem der unerwünschte (weil z. B. als schädlich angesehene) Einfluss dieser Medien(inhalte) auf das Denken, Fühlen, Verhalten und Handeln von Menschen im Mittelpunkt der Kommunikationswissenschaft stand, hat sich in den vergangenen Jahren eine Forschungstradition etabliert, welche auch und besonders die erwünschten (positiven) Effekte dieser Mediennutzung in den Blick nimmt. Und wo dabei anfänglich noch von eher spezifischen Wirkungen, etwa auf die Informiertheit oder das Unterhaltungserleben der Nutzer/innen die Rede war, geht es mittlerweile in einem allgemeineren Sinne um das Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit („well-being“) derjenigen, die Medien nutzen. Von besonderem Interesse für die empirische Kommunikationswissenschaft und die Medienpsychologie waren dabei unter anderem die verschiedenen psychischen Vermittlungsprozesse, die in diesem Prozess eine Rolle spielen, aber auch die unterschiedlichen Lebensbereiche, in denen diese stattfanden, sowie die Differenzierung in und die Spezifizierung von eher kurz- versus eher längerfristigen Wirkungen. Diese theoretisch wie empirisch fruchtbaren und mittlerweile auch sehr ertragreichen Forschungsbemühungen sind in einem gerade erst erschienenen Band von Reinecke und Oliver (2017) sehr gut zusammengefasst und stellen den Ausgangspunkt dieses Themenseminars dar, vor deren Hintergrund dann im Frühjahrssemester 2018 eine empirisch bearbeitbare Problemstellung abgeleitet werden soll.

Lit.: Reinecke, L. & Oliver, M. B. (Eds.). (2017). The Routledge handbook of media use and well-being. International perspectives on theory and research on positive media effects. New York, NY: Routledge. 

Themenseminar im HWS 2017; Prof. Dr. Hartmut Wessler:
Fake News und Social Bots – wie wandeln sich öffentliche Debatten in der digitalen Öffentlichkeit?

Digitale Plattformen wie Facebook, Twitter & Co helfen Bürgern, sich schneller und leichter an öffentlichen Debatten zu beteiligen. Politische Entscheidungsträger können umgekehrt Bürgerinnen und Bürger leichter direkt erreichen. Aber diese neue Unmittelbarkeit und Schnelligkeit birgt auch Gefahren, wie jüngst am Wahlkampf in den USA deutlich wurde. Manipulative Falschmeldungen („Fake News“) können auf digitalen Plattformen leichter der Prüfung und Einordnung durch den professionellen Journalismus entgehen und sich ungeprüft viral verbreiten. Meinungsäußerungen können zudem mit Hilfe spezieller Programme, den sog. Social Bots, automatisch erzeugt werden, so dass ein falsches Bild der tatsächlichen Meinungsverteilung entsteht und der Raum für authentische Diskussion geschmälert wird. Wir wollen diese Gefahren, aber auch die Chancen untersuchen, die sich aus der Nutzung digitaler Plattformen für öffentliche Debatten ergeben. Am Beispiel der deutschen Bundestagswahl wollen wir dabei auch reflektieren, inwieweit die genannten Gefahren auch hierzulande drohen.


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