Schwerpunktthemen

Themenseminar im HWS 2018; Prof. Dr. Hartmut Wessler:
Gegenöffentlichkeiten / counter public-spheres

Gegenöffentlichkeiten sind Kommunikationsarenen, in denen sich Menschen vernetzen, die sich in der (von ihnen so wahrgenommenen) Mainstream-Öffentlichkeit ausgegrenzt fühlen und sich folglich als Opposition zum Mainstream definieren. Gegenöffentlichkeiten existieren sowohl im rechten als auch im linken politischen Spektrum. Manche Gegenöffentlichkeiten streben danach, in der Mainstream-Öffentlichkeit besser vertreten zu sein, anderen verfolgen bewusst eine Strategie der Abkopplung und Autarkie vom Mainstream. Online-Kommunikation und soziale Medien mit ihren verbesserten Ausdrucksmöglichkeiten für „einfache Bürger/innen“ haben zu einer Renaissance und einem Formenwandel von Gegenöffentlichkeiten geführt.

Wir wollen in diesem Seminar der Frage nachgehen, welche Kommunikationsstile von Gegenöffentlichkeiten für eine inklusive politische Kommunikation notwendig und hilfreich sind und welche die produktive, demokratische Auseinandersetzung schädigen. Dabei vergleichen wir die Medien und Stile unterschiedlicher Gegenöffentlichkeiten in Vergangenheit und Gegenwart.

Lit.: Downey, J. & Fenton, N. (2003). New media, counter publicity and the public sphere. New Media and Society 5(2), 185–202.  

Themenseminar im HWS 2017; Prof. Dr. Matthias Kohring und Prof. Dr. Angela Keppler:
Gespräche über Vertrauen in Medien

Vertrauen in (Nachrichten-)Medien ist ein Schlüsselbegriff für das Funktionieren einer demokratischen Öffentlichkeit. In den letzten Jahren haben mehrere Umfragen festgestellt, dass der Anteil der erklärt medienkritischen Bürger angestiegen ist, die sich in der Folge alternativen Nachrichtenangeboten zuwenden. Zum Teil wurden in Umfragen auch Gründe erhoben, um den Grad des Medienvertrauens zu erklären. Bislang nicht in den Blick gekommen ist die Frage, wie die Rezipienten zu ihren Urteilen kommen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass jeder Befragte isoliert für sich solche Urteile entwickelt – vielmehr gehen wir in diesem Projekt von der Annahme aus, dass (noch unfertige) Vertrauensurteile in der Interaktion mit anderen ausgetauscht, getestet, modifiziert und gefestigt werden.
Wir wollen daher in folgenden Schritten vorgehen: Zunächst geht es um ein Verständnis, wobei es bei ‚Vertrauen in Medien‘ geht. Auf dieser Basis wenden wir uns der Frage zu, wie diese Vertrauensurteile entstehen. Im empirischen Projektteil untersuchen wir sodann Gespräche über Medien, um die Annahme zu überprüfen, dass hier die Grundlage für Vertrauen (und Misstrauen) geschaffen wird. Dabei geht es sowohl um inhaltliche Aspekt als auch darum, wie diese Gespräche ablaufen.

Sie haben Fragen?

MA-Studienberatung
Bei Fragen zum Inhalt und Ablauf des Studiengangs und zur Bewerbung helfen Ihnen unsere MA-Studienberater gern weiter.

Zentrale Email-Adresse:
mkwber@mail.uni-mannheim.de

David Suderland

Patrik Haffner


Dr. Andreas Wagenknecht
Sprechstunde: Do 14-15 Uhr
Modulkatalog des Masters MKW